TLS-Zertifikate für Bareos mit Onesimus einrichten
Die Absicherung der Bareos-Director-Verbindung ist essenziell — besonders wenn Backups über Netzwerke hinweg verwaltet werden. Onesimus unterstützt sowohl TLS-PSK (Pre-Shared Key) als auch vollständige X.509-Zertifikatauthentifizierung von Haus aus.
TLS-PSK: Der schnelle Weg
Wenn bereits eine bconsole.conf mit einem PSK-Passwort vorhanden ist, kann Onesimus diese direkt verwenden. Im Verbindungsassistenten TLS-PSK auswählen und Director-Adresse, Port und das gemeinsame Passwort eingeben. Onesimus übernimmt den CRAM-MD5-Handshake und die TLS-Aushandlung automatisch.
X.509-Zertifikate: Enterprise-Sicherheit
Für Produktionsumgebungen wird zertifikatsbasierte Authentifizierung empfohlen. Benötigt werden:
- Ein CA-Zertifikat (dasselbe, dem der Director vertraut)
- Ein Client-Zertifikat, signiert von dieser CA
- Der zugehörige private Schlüssel
Onesimus enthält integrierte Skripte zur Zertifikatserstellung für Tests:
# Linux/macOS
./create-bacula-certs.sh
# Windows
.\create-bacula-certs.ps1
Dann im Verbindungsassistenten auf die Zertifikatsdateien verweisen — fertig.
Windows-PFX-Unterstützung
Unter Windows unterstützt Onesimus nativ .pfx-Dateien — kombinierte Zertifikat-und-Schlüssel-Bundles, die in Windows-Umgebungen üblich sind. Ein Aufteilen in separate PEM-Dateien ist nicht nötig.
Verbindungsprofile
Nach der Konfiguration die Verbindung als Profil speichern. Onesimus ermöglicht die Verwaltung mehrerer Director-Verbindungen und das Umschalten zwischen ihnen — ideal für Admins, die Staging- und Produktionsumgebungen verwalten.
Fehlersuche
Debug-Logging unter Einstellungen → Erweitert aktivieren, um den vollständigen TLS-Handshake zu sehen. Das Log zeigt jeden Schritt des Authentifizierungsprozesses und erleichtert die Diagnose von Zertifikatsproblemen.